RISIKOMANAGEMENT

12 Schritte – Wie die Risiken minimieren

Schritt 1

Personal, Patienten und Betreuer sollten sich eines VND und seiner Konsequenzen bewußt sein. Ref: Hurst, RN, CLNC, Venous Needle Dislodgement – A Universal Concern. European Nephrology, Volume 5, issue 2, Winter 2011

Schritt 2

Vor der Punktion sollte ein auseichend großes Areal um die Punktionsstelle gereinigt und desinfiziert werden. Das Desinfektionsmittel muss vor der Punktion auf der Haut luftgetrocknet sein.

Schritt 3

In Hämodialyseeinheiten sollten es ein angemessenes Training und ein sicheres, sauberes und einheitliches Vorgehen für die Nadelfixierung und Fixierung der Blutschläuche geben.

Schritt 4

Das Blutschlauchsystem sollte bei allen Bewegungen des Patienten locker im Bogen liegen, um Zug auf die Nadeln zu verhindern.

Schritt 5

Bei Notwendigkeit, die Dialysenadeln neu positioniern zu müssen, Blutfluss auf 150ml/min reduzieren und alle Pflasterstreifen ersetzen.

Schritt 6

Der Personalschlüssel sollte angemessen sein, um ein Routinemonitoring durchführen zu können. Ist das nicht möglich, die Personalsituation als beinahe Fehler melden (Überlastungsanzeige).

Schritt 7

Alle Patienten sollten auf das Risiko eines VND eingeschätzt werden. Wenn angemessen, ist ein Gerät zum Monitoring eines VND zu nutzen.

Schritt 8

Gefäßzugang und Nadeln sollen während der gesamten Hämodialyse sichtbar sein.

Schritt 9

Wenn der venöse Druckalarm ertönt, sollte immer erst der Gefäßzugang, die Nadeln und die Blutschläuche untersucht werden, bevor der Alarm quittiert wird.

Schritt 10

Die untere Grenze des venösen Druckalarms sollte so eng wie möglich am tatsächlichen Druck eingestellt sein.

Schritt 11

Personal, Patienten und Betreuer sollten sich bewußt sein, dass die venöse Drucküberwachung der Dialysemaschine oft ein VND nicht erkennt.

Schritt 12

Zusätzlichen Schutz können Geräte bieten, die in der Lage sind, einen Blutverlust zu erkennen.